Ich liebe es zu tippen. Am liebsten auf mechanischen (Computer-)Tastaturen oder Schreibmaschinen. Vor vielen Jahren habe ich gelernt mit dem 10-Finger-System zu tippen und seither schreibe ich schneller mit Tastatur, als ich mit der Hand schreiben kann; vielleicht sogar schneller, als ich sprechen kann.
Was mechanische Computer-Tastaturen sind, das werde ich wohl noch in einem eigenen Blog-Beitrag thematisieren.
Vorerst soll es einmal um das Schreibmaschinen-Tippen gehen. Ich bin über ein Podcast-Interview mit dem Fotografen Erik Schlicksbier auf die Idee gekommen, Schreibmaschinen zu verwenden und Briefe zu schreiben. Das war vor etwa fünf Jahren. Seither schreibe ich in unregelmäßigen Abständen mit einigen Personen Briefe im Austausch. Die Idee Briefe zu schreiben, auf Papier in kreativ gestalteten Kuverts (Umschlägen) und mit der konventionellen Post versendet, hat mich von Anfang an fasziniert. Das Gestalten eines schönen Briefes ist - so finde ich - ein zutiefst kreativer Prozess. Zuerst muss man Papier auswählen, die Schreibmaschine einrichten und dann überlegen was man wie schreibt - ohne doppelten Boden oder Löschtaste. Das heißt: was einmal getippt wurde, kann nicht mehr vom Blatt genommen werden. Das erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch Konzentration.
Oft gestalte ich meine Briefe (auch diese Idee habe ich von Erik Schlicksbier und Anderen übernommen) mit Stempeln, alten Briefmarken, Aufklebern oder kleinen Zeichnungen und Skizzen. Ich habe in der Vergangenheit auch Umschläge (Kuverts) selbst gebastelt aus diversen bedruckten Materialien und zum Beispiel alten Bücherseiten.
Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und es gibt unendlich viel unterschiedliche und schöne hochwertige Papiere und Papeterie-Artikel zu entdecken. Wenn man einmal damit angefangen hat, kann man sich auch hier im Rabbit Hole verlieren ...